
Schnellsten Schwimmsplit und beste
Österreicherin klingt besser als müde Beine und 4 Minuten Zeitstrafe.
Mein Saisonauftakt in St. Pölten war durchwachsen. Beim Schwimmen stieg
ich aussichtsreich als schnellste Dame aus dem Wasser, aber schon auf
den ersten Radkilometern spürte ich, dass meine Beine leider nicht
wunschgemäß gut waren. So musste ich nach 45 Radkilometern die Führung
an Yvonne van Vlerken und Karin Thürig abgeben. Kurze Zeit später
kassierte ich aufgrund 7 statt 10 Metern Abstand zu meiner Vorderfrau
berechtigterweise eine Zeitstrafe von 4 Minuten. Zu meiner Verteidigung
muss ich sagen, dass ich es für mich immer noch schwer ist, die Distanz
von 10 Metern genau einzuschätzen. Auf der einen Seite will man
natürlich auch nicht zu viel Abstand lassen, auf der anderen Seite, rollt man bei
Gegenwind und einer leichten Abfahrt, leicht zu seinem Vordermann auf,
wie es in meinem Fall war. Bis zu meinem nächsten Wettkampfeinsatz werde
ich dieses visuelle Problem aber in den Griff bekommen
...
Leicht demoralisiert im Wissen, dass mit dieser Strafe nun gar nichts
mehr möglich ist, versuchte ich meinen Renneinsatz rational zu sehen.
Wettkämpfe sind wichtig, um die notwendige Härte zu bekommen und
außerdem war ich immer noch führende Österreicherin und wollte meine
Fans nicht enttäuschen. Somit war klar, dass ich um jede Platzierung
kämpfen werde und außerdem kommt aufgeben ja ohnehin nicht in Frage. Den
21 Kilometerlauf spulte ich dann recht locker ab. Nachdem ich noch eine
Konkurrentin einholen konnte, lief ich als beste Österreicherin auf
Platz 6 ins Ziel.
Fazit zum Wochenende. Abhaken, weiterarbeiten und aus Fehlern lernen…
Die Zielsetzung: In Klagenfurt gut erholt am Start stehen und zeigen
was ich kann…
